Wissenswertes über unser Haus

Chronik des Fördervereins Textil- und Rennsportmuseum e. V.

  • 1991 | 01. Dezember
    Beginn der Liquidation des ehemaligen Großbetriebes VEB Möbelstoff- und Plüschwerke Hohenstein-Ernstthal, MPW. Viele wertvolle Sachzeugen der traditionellen Jacquardwebereien in Hohenstein-Ernstthal, Chemnitz, Lichtenstein und anderen Standorten drohen unweigerlich verloren zu gehen. Diplomingenieurin  im Bereich Forschung und Entwicklung des VEB MPW Gisela Rabe sucht für ihre Idee, den wertvollen Bestand zu sichern und für ein zukünftiges Museum zu erhalten, Verbündete und Finanzierungsmöglichkeiten. In den 4 Werken mit 56 Produktionsstätten werden im Alleingang viele wertvolle Maschinen, Muster und Unterlagen mit dem Vermerk „Textilmuseum“ vor der Vernichtung bewahrt.
  • 1992 | 04. September
    Gründungsversammlung des Fördervereins „Textil- und Heimatmuseum Hohenstein-Ernstthal e. V.“. Erster Vorsitzender des Vereins ist Wolfgang Beetz.
  • 1993 | 18. Mai
    Der Liquidator des MPW übereignet alle sichergestellten historisch wertvollen Gegenstände für das Museum dem Förderverein, der in einem Interim in der August-Bebel-Straße die Maschinen aufbaut und für Besucher öffentlich macht   
  • 1994 | März 
    Stadtrat und Oberbürgermeister beschließen den Aufbau eines Textil- und Heimatmuseum in Hohenstein-Ernstthal und den Ankauf einer Industrieimmobilie der Textilindustrie.
  • 1994 | September
    Beginn von Aufräum- und Sanierungsarbeiten in der von der Stadt angekauften ehemaligen Mechanischen Weberei C. F. Jäckel in der Antonstraße 6
  • 1994
    Unterstützt durch ABM-Maßnahmen vollzieht der Förderverein mit großem Arbeits- und Kraftaufwand den Umzug durch Demontage der Maschinen vom alten Standort August-Bebel-Straße an den neuen Standort Antonstraße.
  • 1995 | 26. Mai
    Eröffnung des Textil- und Heimatmuseums unter großer Beachtung der Öffentlichkeit und Bürger der Stadt Hohenstein-Ernstthal. In den Folgejahren
    unterstützt der Förderverein den weiteren Ausbau des Museums durch finanzielle und fachliche Hilfe wie Archivierung, Öffentlichkeitsarbeit, museumspädagogische Angebote für Schüler, Studenten und Senioren sowie die Gestaltung von Sonder- und Dauerausstellungen.
  • 2001
    Erweiterung der Dauerausstellung zur Geschichte des Sachsenrings und Umbenennung in „Förderverein Textil- und Rennsportmuseum e.V.“
  • 2002
    Eröffnung der Dauerausstellung zu den Themen Strümpfe und Unterwäsche, die fachlich und gestalterisch durch Fördervereinsmitglieder umgesetzt wurden.
  • 2005
    Stadt und Förderverein unterschreiben einen Betreibervertrag, wonach der Förderverein ab 01. April die fachliche und organisatorische Leitung des Museums übernimmt. Zur Sicherung einer qualifizierten Museumsarbeit wird die Museologin Marina Palm als Leiterin eingestellt. Die aktive Unterstützung durch den Förderverein bei Ausstellungen, Museumsfesten, Messen und Märkten führt zu einer größeren Beachtung des Museums in der Öffentlichkeit und Steigerung der Besucherzahlen.
  • 2007
    Anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Rennstrecke Sachsenring wird mit Hilfe von Fördergeldern des Kulturraumes die neue Dauerausstellung „Legenden vom Ring“ eröffnet.
  • 2011 - 2014
    unterstützen Vereinsmitglieder ehrenamtlich die umfangreichen Auslagerungs- und Reinigungsarbeiten während der  Komplettsanierung des Gebäudekomplexes.

Vereinsvorsitzende seit Gründung

  • Wolfgang Beetz  (1992 - 2000)
  • Thomas Lindner (2001 - 2006)
  • Andreas Bergner (2007 - 2012)
  • Gisela Rabe (2013 - 2016)
  • Torsten Bäz (seit 2017)

Impressionen aus der Vereinsgeschichte


Decken- und Möbelstoffweberei C. F. Jäckel  - Die Geschichte unseres Hauses

  • 1867
    gründet der Musterzeichner und Weber Carl Ferdinand Jäckel (1839 – 1904) eine eigene Handweberei und produziert Bettdecken sowie Westenstoffen für Glauchauer und Meeraner Verleger, später erweitert er sein Sortiment um Waffel- und Piquè- Bettdecken, die er ab 1871 auf der Leipziger Messe verkauft.
  • 1878
    handelsgerichtliche Eintragung der Firma zur Herstellung von Bett- , Tisch- und Diwandecken
  • 1879
    erwirbt Jäckel das Grundstück Schützenstraße 1/Antonstraße in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof von dem Vorbesitzer August Aurich, die hier seit 1876 eine kleine Seidenbandweberei mit Wohnhaus und Arbeitssaal besaß. Jäckel unternimmt im gleichen Jahr bereits erste Erweiterungen zu einem größeren Geschäftshaus.
  • 1887
    größerer Erweiterungsbau am Geschäftshaus; Jäckel lässt weiterhin den größten Teil der Webwaren von über 200 Hauswebern fertigen
  • 1888
    tritt Schwiegersohn Georg Layritz in die Leitung der Firma
  • 1897
    geht die Firma Jäckel zum maschinellen Fabrikbetrieb über. Sechs mechanische Webstühle der Chemnitzer Firm Schönherr sind im Saal des Hotel „Phoenix“ aufgestellt, um die dort installierte Dampfmaschine zu nutzen. Neben Bettdecken umfasst das Sortiment Tischdecken, Schonbezüge, Schlaf- und Kinderwagendecken und Gartentischdecken, exportiert wurde vorrangig nach England, Holland und Rumänien.
  • 1899
    verlagert Jäckel die Maschinenstühle in den großen Fabrikneubau auf sein eigenes Grundstück, das jetziges Gebäude des TRM; große Nachfrage nach Wandgobelins, Kissenplatten, Übergardinen und Diwandecken; Antrieb der Maschinen durch einen 10 PS, später 30 PS Gasmotor
  • 1903
    Elektrifizierung der Fabrik und Wohnräume sowie hinterer Anbau an das Fabrikgebäude als Lagerräume
  • 1904
    verstirbt Firmengründer C. F. Jäckel, die Firmenleitung hat 1903 Schwiegersohn Georg Layritz übernommen
  • 1907
    Errichtung eines Kesselhauses mit Dampfkraftanlage mit 100 PS und dem 38 m hohen Schornstein; zuvor trieben Gasmotoren die Webmaschinen an; Anbau eines Kistenlagerschuppens an das Geschäftshaus und eines ersten Shetbaues im hinteren Teil des Fabrikgeländes
  • 1922 
    Aufstockung des Geschäfts-und Fabrikgebäudes um ein zusätzliches Stockwerk und Errichtung einer Telefonanlage im gesamten Fabrikgelände; Schwager Herbert Mitscherling tritt in die Firma ein, die er zusammen mit Johannes Layritz leitet
  • 1926
    Deutschlands erste Uhligsche Leviermaschine, eine große technische Erneuerung, wird in der eigenen Kartenschlägerei aufgestellt
  • 1936
    Produktionserweiterung und Anbau eines neuen Shetsaales für Webstühle aufgrund der guten Konjunkturlage
  • 1957
    nimmt der Betrieb staatliche Beteiligung auf
  • 1968
    Zusammenschluss der Firmen C. F. Jäckel KG, R. Pfefferkorn KG und F. W. Schreiber KG zur WEBUNION KG
  • 1972 
    Überführung der Firma in Volkseigentum als Teil des VEB WEBUNION
  • 1975 
    Angliederung der Firma an den VEB Möbelstoff- und Plüschwerke Hohenstein-Ernstthal, MPW
  • 1991
    Arbeitskräfteabbau und Einstellung der Produktion
  • 1992
    Rückübertragung der Firma an die Erben der ehemaligen Mechanischen Weberei C. F. Jäckel
  • 1994
    Kauf des Fabrikgebäudes und des hinteren Anbaues durch die Stadt Hohenstein-Ernstthal für den Aufbau eines Textil- und Heimatmuseums
  • 1995
    Eröffnung des Textil- und Heimatmuseums am 26. Mai
  • 2000
    Erweiterung der Dauerausstellung mit dem Thema Geschichte des Sachsenrings und  Umbenennung in Textil- und Rennsportmuseum  
  • 2011 - 2014
    Komplettsanierung des Museumsgebäudes und der Hofanlage einschließlich Umsetzung einer neuen Raumkonzeption mit neuem Besucherempfang und barrierefreiem Zugang in alle Ausstellungsetagen

Textil und Rennsportmuseum

Antonstraße 6
09337 Hohenstein-Ernstthal

Telefon: 03723 - 4 77 11
Telefax: 03723 - 62 65 54
E-Mail: 

Öffnungszeiten

Hinweis:
Mittwoch, 31. Oktober geschlossen

Mogeschlossen
Di13:00-17:00 Uhr
Mi13:00-17:00 Uhr
Do13:00-17:00 Uhr
Fr13:00-17:00 Uhr
Sa13:00-17:00 Uhr
So13:00-17:00 Uhr