"„ALTERFIL Das ist Spitze – kreativ ohne Grenzen“ 

28. Januar bis 5. März 2017

Zum 20-jährigen Jubiläum der Firma ALTERFIL Nähfaden GmbH Oederan im Jahr 2014 entstand die Ausstellung "ALTERFIL das ist Spitze - kreativ ohne Grenzen". Insgesamt 2733 Klöppel-arbeiten im Format 15 x 15 cm wurden eingereicht. Davon über 400 von KlöpplerInnen aus Tschechien, aber auch aus Italien, Polen, Spanien und der Schweiz. Die jüngste Teilnehmerin war 7 Jahre, die älteste 93 Jahre alt.

Die kleinen Kunstwerke bestechen durch ihre Kreativität bezüglich der Motive, Farben, Materialien sowie Klöppel-techniken. Die Ausstellung zeigt in ihrer großen Bandbreite die Fülle an Ideen im Spitzenklöppeln der Gegenwart.


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"Quilts im Zwiegespräch" 
24. September bis 6. November 2016


Quilts im Zwiegespräch" - Akka Philips und Lucie Huig aus den Niederlanden zeigen traditionelle Quilts mit historischen Chintzstoffen und 3D-Effekten

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Überblick Sonderausstellungen (Archiv)

 

"Heut' ist großer Waschtag" 

22. Mai bis 4. September

Die neue Sonderausstellung thematisiert den Kräfte zehrenden Alltag des Wäschewaschens früherer Jahrzehnte, als die Wäsche noch mit der Hand gewaschen wurde.

Eine große Sammlung von Bügeleisen beleuchtet das anschließende mühevolle Bügeln der Wäsche unter besonderer Berücksichtigung von sächsischen Fabrikaten.

Kollektionen historischer Wasch-maschinen und Mangeln zeugen vom technischen Fortschritt, der die körperlich schwere Arbeit Schritt für Schritt mechanisierte. Heute läuft die Waschmaschine eher nebenher, die Wäsche kommt schrankfertig aus dem Trockner.

 

"Tradition bis Moderne X"
Excellenzschau der Patchwork Gilde Deutschland e. V. 

23. Januar - 03. April 2016

Achtung!
Ausstellung jetzt verlängert bis 10. April 2016

Die Patchwork Gilde Deutschland e.V. besteht seit 30 Jahren und schreibt regelmäßig die Werkschau „Tradition bis Moderne“ aus, in der die Mitglieder aufgerufen werden, ihre besten Quilts für diese Ausstellung einzureichen. Größen- und Themenvorgaben gibt es ausdrücklich nicht – nur eines ist allen Arbeiten gemeinsam, dass sie aus Textilien hergestellt werden und aus drei Lagen bestehen, die in dekorativer Weise – mit Quiltstichen - verbunden sind.

Die jurierte Quiltausstellung zeigt 46 traditionelle, innovative und moderne Quilts von Mitgliedern der Gilde aus Deutschland, Österreich und England. Die alle drei Jahre ausgeschriebene Excellenzschau legt neben dem optischen Eindruck viel Wert auf die Originalität, die farbliche Gestaltung und das verwendete Material sowie die Ausführung der gewählten textilen Techniken.

Arbeiten aller Stilrichtungen, von aufwändigen traditionellen Quillts über zeitgenössische Entwürfe bis hin zu Art-Quilts sind in der nunmehr zehnten Werkschau vertreten.

Die Ausstellung wird seit Mai 2014 an verschiedenen Museen in Deutschland gezeigt. Das Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal ist die achte Station der Wanderausstellung und gibt dem Besucher einen kleinen Einblick in das textile Schaffen der Mitglieder der Patchwork Gilde Deutschland e. V.

Eröffnung am 23. Januar 2016, 13 Uhr

 

"Sachsenring - Helden aus der 2. Startreihe"
 

In den Schlagzeilen und in Erinnerung geblieben sind oft nur die Lizenz-Rennfahrer aus der ersten Startreihe, die Sieger sowie Zweit- und Drittplatzierten auf dem Siegerpodest der großen internationalen Rennen wie auf dem Sachsenring.

Die Ausstellung stellt beispielhaft einige Rennfahrer vor, die das große Starterfeld der Rennen ausmachten. Sie waren nicht weniger motiviert, jedoch mit geringeren finanziellen Mitteln und schlechterem Material ausgerüstet. Gerade diese Rennfahrer der Ausweisklassen waren über viele Jahre auf den Rennstrecken der DDR am Start und haben so manchen kleinen Erfolg eingefahren. Ihre gesamte Freizeit - in der Woche das Schrauben an den Maschinen, am Wochenende das Rennen - opferten sie Ihrem großen Traum, doch einmal auf dem Siegerpodest der Halle-Saale-Schleife, der Autobahn-spinne Dresden-Hellerau oder des Stralsunder Bäderrennens zu stehen. 

Neben Siegerpokalen, Siegerkränzen und Urkunden von den zahlreichen Rennstrecken der DDR, Rennbekleidung und Rennprogrammen u.v.m. finden sich auf vielen Fotos ehemals bekannte und unbekannte Namen aus unserer Region wieder.

 

"Glasperlen in der Mode"
 

Die Region um Annaberg und Buchholz war ab dem 16. Jahrhundert das Zentrum der Posamenten-Herstellung im Erzgebirge. Je nach vorherrschender Mode waren die Besätze häufig mit Glasperlen verziert. Fransen und Bänder strahlten im Glanz verschiedenfarbiger Perlen. Vor allem im Raum Eibenstock wurden ganze Kragen und Kleider mit Glasperlen bestickt.

Die Glasperlen kamen auch besonders bei der Fertigung von Taschen zum Einsatz. Mit verschiedenen Techniken - vor allem der im Erzgebirge erfundenen und nur dort heimischen Perlweberei - wurden Beutel und Täschchen von der einfachsten Ausführung bis zu hochwertigen, in limitierter Auflage gefertigten Stücke hergestellt und in alle Welt exportiert.

Die Sonderausstellung zeigt die Vielfalt dieser vergessenen Industrie mit einer großen Auswahl an Glasperlenarbeiten aus der Sammlung von Dr. Bettina Levin aus Sehma. Sie wird ergänzt mit historischer Mode aus der Sammlung des Textil- und Rennsportmuseums Hohenstein-Ernstthal.

 

"TEXTILE NEWS – Langeweile"
Internationaler Wettbewerb für Kleinformate
Sonderausstellung vom 28. März bis 17. Mai im Multifunktionsraum
 

Langeweile? Was für ein Thema - aber nur auf den ersten Blick. Es forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Wettbewerb zur Reflektion heraus und lädt auch die Ausstellungsbesucher zum Nachdenken ein.

Bei der künstlerischen Auseinander-setzung wurde sehr oft festgestellt, dass es gerade die Langeweile ist, die Kreativität freisetzt und Inspirations-quellen zum Sprudeln bringt. Heraus kam eine breite Vielfalt an Ideen und textilkünstlerischen Umsetzungen – alles andere als langweilig!

Die „lange Weile“ beinhaltet einen zeitlichen Aspekt, ein sich über einen gewissen Zeitraum hinziehendes Andauern, das im Gegensatz zu unserer hektischen Zeit und zur heutigen Informationsgesellschaft steht.

Auch Emotionen werden mit „Langeweile“ verbunden, wie beispielsweise Leere, Unlust, Unzufriedenheit. Alles zunächst negative Gefühle, die aber, wenn man sie zulässt, sie aushält, hilfreich sind, um die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und die Kreativität anzuregen, um sich dann in positive Emotionen zu verwandeln.

Diese Beobachtung gilt insbesondere bei Kindern, sowohl in der Retrospektive auf die eigene Kindheit und Schulzeit, als auch mit Blick auf den Nachwuchs. Ohne Langeweile gäbe es keine kreativen Spiele. „Spielen“ thematisierten einige Einsendungen, womit wir wieder beim Zeitvertreib wären, dem zeitlichen Aspekt.

Die Einsendungen spiegeln das rege Nachdenken über das Thema wider. Hiervon profitieren nicht nur die Künstler, sondern im besonderem Maße auch die Besucher, die bereit sind, sich auf die Ausstellung einzulassen. Wer nicht nur an den Werken vorbeischlendert, sondern die Texte liest oder auch die CD anschaut, wird von der Vielfalt nicht nur schnell begeistert sein, sondern auch Inspirationen mitnehmen.

Insgesamt wurden 235 kleinformatige Arbeiten von 152 Textilschaffenden aus 14 verschiedenen europäischen Ländern eingereicht, wovon 150 von einer fachkundigen Jury in zwei Durchgängen ausgewählt wurden.

Aus dieser Selektion formte Gudrun Heinz eine spannende Ausstellung, die durch Europa reist. Auf 15 schwarzen Trägerstoffen wurden die Exponate so arrangiert, dass sich ein attraktives Erscheinungsbild der ganzen Ausstellung ergibt und gleichzeitig die einzelnen Werke zur Geltung kommen.

Die Wanderausstellung wurde beim Festival of Quilts im August 2013 in Birmingham (UK) eröffnet. Die Reise führte weiter nach Lettland zum Quiltfestival Riga 2013, nach Russland und nach Prag (CZ). Danach wurde die Tour in Deutschland und in der Schweiz fortgesetzt: Patchworktage in Einbeck (D), Quilt Festival in Solothurn (CH) und die NADELWELT in Karlsruhe (D) waren an der Reihe, bevor es nach Grünstadt und nach Bremen ins FORUM MOLA-KUNST ging. Weitere Ausstellungen sind in Planung.

Textile News: Langeweile. Boredom. Ennui.
5. Internationaler Wettbewerb für Kleinformate
kuratiert von Gudrun Heinz, Karlsruhe

Eine Ausstellungs-CD mit Fotos aller Exponate und den Statements der Künstler ist erhältlich.
Weitere Informationen: www.quiltsundmehr.de

Mit freundlicher Unterstützung von BERNINA International AG

 

"Vom böhmischen Steig bis zur Autobahn"
Verkehrsgeschichte in Hohenstein-Ernstthal
 

(Auszug aus FP 14.02.2015 von Erik Kiwitter)

Der Planwagen, der gerade die schmale Karlstraße blockiert, ist startklar. Gleich setzt er sich in Bewegung. Der Wagen von Fuhrgeschäfts-Besitzer Schüppel hat Obst und Gemüse geladen, das er für die Händler seiner Stadt in die Markthalle nach Chemnitz bringt. Wir schreiben das Jahr 1895, diese Straßenszene spielt sich in Hohenstein-Ernstthal ab.

Das Textil- und Rennsportmuseum öffnet eine neue, spannende Sonder-ausstellung. Ihr Titel lautet: "Vom böhmischen Steig bis zur Autobahn". Es geht um die Entwicklung des Straßenverkehrs in Hohenstein-Ernstthal, die Schau zeigt, wie eine Stadt mobil wurde.

Museumsleiterin Marina Palm hat zusammen mit dem Stadtchronisten Wolfgang Hallmann tolle Exponate zusammengetragen. Zu ihnen gehört ein steinaltes Fahrrad aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, mit dem ein Bäcker damals Torte und Kuchen zu seinen Kunden fuhr. In einer Ecke der Sonderausstellung steht ein Berliner Roller - eine Augenweide. Und es gibt viele Fotos zu sehen wie das vom Planwagen des Fuhrgeschäfts-Besitzers Schüppel. Eine andere Szene zeigt die Autobahn A 4 bei Hohenstein-Ernstthal. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1937. Weit und breit ist nur ein einziges Auto zu sehen. Damals konnten die Kinder auf der Autobahn Fußball spielen. Es bestand keine Gefahr, von einem Auto über den Haufen gefahren zu werden.

 

"Erzgebirgische Weihnacht"
 

 

n der Sonderausstellung sind viele Exponate mit Liebe zum Detail zu sehen.
Bei der Gestaltung hatten Museumsleiterin Marina Palm und ihre Kolleginnen sogar die kreative Idee, einen alten Kaufmannsladen neu zu bestücken.

Passend zum Museum wurde er zum Textilgeschäft mit vielen Stoffrollen und Nähzubehör. „Die Stoffe sind aber nicht original aus Hohenstein-Ernstthal. "Die sind einfach zu dick dafür“, sagt die Museumschefin, die aber an anderer Stelle im neuen Sonderausstel-lungsraum des aufwendig sanierten Museums Hohensteiner Textilien zeigen kann. Denn zur Ausstellung gehört auch ein weihnachtlich geschmücktes Wohnzimmer mit dem Flair der 1960er Jahre in der DDR.

 


Und da dürfen Möbelstoffe aus heimischer Produktion auf dem Sessel nicht fehlen. Auch Metallspielzeug, Dampfmaschinen, Puppenhäuser und andere Spielsachen sind zu sehen. Hinzu kommt ein bergmännisch geprägter Bereich, der deutlich macht, wie viele weihnachtliche Traditionen vom Bergbau im Erzgebirge geprägt wurden. So ist der Schwibbogen beispielsweise ein Symbol für das beleuchtete Mundloch eines Bergwerks-stollens. Werkzeuge der Bergleute, darunter historische Lampen, wurden vom Freundeskreis Geologie und Bergbau zur Verfügung gestellt. Aus dem Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg kamen teils aufwendige Schnitzereien nach Hohenstein-Ernstthal. Auch einige Figuren
der alten Hohensteiner Marktpyramide sind in der Ausstellung zu sehen. (mpf)
FP Sonderbeilage 24.12.2014

 

"Zeichen der Zeit"
Engagement in Kunst und Textil

 

An dieser Ausstellung nehmen insgesamt
31 Textilschaffende aus verschiedenen europäischen Ländern teil, die mit ihren Arbeiten zu zeit- und gesellschafts-kritischen oder politischen Themen Stellung nehmen. Aufrütteln, ein Signal setzen, ein Tabu brechen, in Erinnerung rufen, Umsetzung persönlicher Erfahrungen – all das befindet sich im Fokus dieser Ausstellung.

Themen wie beispielsweise Eingriffe in und Zerstörung von Umwelt und Natur durch Entwaldung, Aussterben von Tierarten oder Versiegelung der Landschaft; Ausbeutung von mensch-lichen Ressourcen in Ländern der Dritten Welt einerseits – Wegwerfgesellschaft andererseits; unsere schnelllebige Zeit und permanenter Zeitmangel, Hektik und Druck mit Folgen wie Burn Out bis hin zu

der Frage, wer sich um die Eltern im Alter kümmert, werden aufgegriffen und mit textilen Mitteln umgesetzt und in der Ausstellung "Zeichen der Zeit" gezeigt. Diese Ausstellung belegt, wie spannend künstlerische Statements sind und auch, dass dies ganz und gar nicht düster oder verbissen sein muss.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Frau Gudrun Heinz aus Karlsruhe.

Webseite: www.quiltsundmehr.de

Gleichzeitig werden zwei weitere Ausstellungen eröffnet:

  • "An Ort und Stille – Textile Orte zum Verweilen"
    Britta Ankenbauer, Leipzig 
     

  • "Sprichwörter und Redensarten"
    Künstlergruppe "TexARTists" mit einem Round-Robin Projekt

 

"Legenden vom Ring"
vom 10. Juli 2014 an
Wiedereröffnung der neu gestalteten Ausstellung
 

Mit der Sanierung des gesamten Gebäudekomplexes 2011 bis 2014 wurde ein neues Raumkonzept entwickelt, in deren Ergebnis die 2007 eingerichtete Dauerausstellung zur Geschichte des Sachsenrings in das Dachgeschoss umgelagert werden musste. Die neuen Räumlichkeiten boten zugleich auch eine inhaltliche Erweiterung durch die Vergrößerung der Ausstellungsfläche um 40 m².
Die 1927 gegründete Rennstrecke ist mit der Ausrichtung des deutschen Motorrad-Grand-Prix das jährliche Sportereignis der Region.
Entlang einer chronologischen Rennstrecke vom ersten Badberg-Vierecks-Rennen 1927, den Großen Preis von Europa in den 1930er Jahren, über die Weltmeisterschaftszeit 1961 bis 1972,

das Ende der alten Rennstrecke 1990 und den Neubeginn des MotoGP auf dem Sachsenring 1998 kann der Besucher die geschichtliche Entwicklung des Sachsenrings ergründen.
30 Motorräder dokumentieren die technische Entwicklung der Renn-maschinen von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart – darunter Namen wie Ifa-DKW, BMW, Bianchi, Yamaha, Suzuki, Ducati, Honda, Montesa und natürlich MZ in zahlreichen Varianten. Einige Maschinen sind mit bekannten Namen verbunden, so die Neckermann-MZ von 1968 mit Dieter Braun oder eine Honda 125 mit Steve Jenkner.
Themen wie der „Kleine Sachsenring“ 1949 bis 1960, die Rad-WM 1960, ein Starterfeld, Frauen am Ring, der Kampf MZ gegen Honda, Organisatoren und Helfer an der Strecke, Risiken und Unfälle, sowie die Entwicklung der Minibikes zeigen die Vielfalt des Rennsports am Sachsenring. Mit der Inszenierung eines Hochsitzes und dem Campingplatz in den 1960er Jahren richten wir von der Seite des Besucher aus einen Blick auf das jährliche Großereignis. Thematisiert sind auch das Sachsenringfieber und die Vermarktung des Rennspektakels.
In der Ausstellung sind die Namen der großen Legenden wie auch die der zahllosen unbekannteren Rennfahrer zu finden: Jimmie Guthrie, Ewald Kluge, Christa Böttcher, Helga Heinrich-Steudel, Giacomo Agostini, Heinz Melkus, Horst Fügner, Dieter Braun, Frank Wendler, Klaus Klötzer, Steve Jenkner, Dirk Heidolf, Ralf Waldmann u. v. a. mehr. Rennprogramme, Plakate, Siegerpokale und Siegerkränze, Rennbekleidung und Helme begleiten die chronologische Entwicklung der über 85-jährigen Rennstrecke.
Neu hinzu gekommen ist ein Kinobereich, in dem vier Filme von den Anfängen der Rennstrecke 1927 bis in die heutige Zeit auszuwählen sind. Das 1936 entwickelte Sachsenring-Spiel kann auf einer vergrößerten Darstellung auf dem Fußboden von Jung und Alt gespielt werden. Mit einem Foto auf dem Siegertreppchen kann der Museumsbesuch als bleibende Erinnerung mit nach Hause genommen werden. Dem alten Würfelspiel ist eine PlayStation mit zwei Spielern gegenübergestellt, auf der man alle aktuellen Rennkurse der MotoGP fahren kann.

 

"Flachs, Waid und Weberkarde"
Pflanzen für Textilien
- verlängert bis 25. Oktober

   

In der Sonderausstellung "Flachs, Waid und Weberkarde - Pflanzen für Textilien" wird unter anderem erklärt, wie Flachs zu Leinen verarbeitet wird.

Museumsleiterin Marina Palm zeigt, wie von einem Bündel Flachs die getrockneten Blüten mit dem Riffelkamm abgestreift werden. Die zum Teil jahrhundertealten Verarbeitungsverfahren werden beschrieben und auf Bildern gezeigt. Palm interessiert sich nicht nur als Museums-chefin für die klassischen Verfahren, sondern schwört auch privat auf traditionelle Textilien. Zudem hatte sie angeregt, dass mit der Sanierung des Museumshofes Textilpflanzen für die Begrünung genutzt werden.

 


Erläuterungen zu den Pflanzen:

Flachs Das Sprichwort „Eine Fahrt in`s Blaue machen“ leitet sich von den blau blühenden Flachsfeldern ab. Die Flachsblüte öffnet sich früh-morgens, nach dem Mittag fallen die Blütenblätter wieder ab. Das Flachsfeld hat seine intensive Blaufärbung zum Nachmittag verloren. Sonntagsausflüge in der Vergangenheit begannen zeitig am Tag, so dass man dieses blaue Schauspiel in der Natur erleben konnte.

Die großen Pflanzen neben dem blau blühenden Flachs ist die kurz vor der Blüte stehende Weberkarde. Der Tuchmacher stellt feines Tuch aus Wolle her. Sein wichtigstes Handwerkszeug sind neben dem Webstuhl die Tuchschere und die getrockneten Fruchtstände der Weberkarde. Die Karden mit ihren hakenförmigen Spitzen werden über den Wollstoff gezogen und rauen ihn dabei auf. Mit der Tuchschere werden anschließend die herausgezogenen Fasern zurück geschnitten. Es entsteht eine weiche, verfilzte Oberfläche, die Leinwandbindung des Stoffes ist nicht mehr erkennbar.

Der Färberwaid ist eine zweijährige Pflanze und blüht erst im nächsten Jahr. (ist auf den Fotos nicht zu erkennen)

 

"Vom Weltenei zum Osterfest"
 

Der Besucher erhält in der Ausstellung einen Einblick in die Welt der verzierten Eier rund um den Globus. Die Exposition wurde von Erhard Schwerin, Sammlungs-konservator im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, zusammen getragen und konzipiert.

Zu sehen sind ca. 800 Eier aus 50 Ländern, die regional und thematisch gegliedert sind. Dabei wird ein Bogen gespannt von den Natureiern über die Osterpalmen und Osterbroten hin zu den farbenfrohen christlichen Ostereiern und den Eiern in außereuropäischen Kulturbereichen.

Besonders die slawischen Völker in Ost-, Mittel- und Südosteuropa haben eine vielseitige kunstvolle Eiergestaltung entwickelt. Zur Anwendung kommen die verschiedensten Verzierungstechniken, die von einer reichen Symbolik der Farben und Ornamentik unterstützt und verstärkt werden.

Aus den Regionen der Lausitz, dem Wendland und Hessen werden Eier mit traditio-nellen und modernen Motiven in Wachs-, Batik-, Kratz-, Bossier- und Ätztechniken vorgestellt. Die farbenfrohen Ostereier der Sorben fehlen ebenso wenig wie die mit folkloristischen Trachten- und Märchenfiguren bemalten Eier aus Russland. Bemerkenswert sind die mit Metall beschlagenen Eier aus Ungarn. Von einer langen Tradition zeugen die Eier der Huzulen in der Ukraine und die der Slowaken sowie die aus Böhmen und Mähren.

Neben den christlichen Ostereiern sind auch zahlreiche verzierte Eier aus anderen Kulturbereichen zu sehen. Aus der indischen Region Kashmir kommen farbenprächtige Holzeier. China besitzt eine alte vielseitige kunsthandwerkliche Tradition. Diese spiegelt sich in der Gestaltung von Eiern in den verschiedensten traditionellen und modernen Techniken wider, so z.B. bei der Verzierung von Glas-, Porzellan- und Steineiern mit traditionellen Motiven aus der Malerei oder in den Lack- und Cloisonné- Eiern. Aus Bali kommen Eier in traditioneller Wayang-Malerei, dem sogenannten Klungkung-Stil, und der modernen Malerei im so genannten Ubud-Stil, der eine Mischung von Realismus und Formalismus darstellt.

Verzierte Eier aus dem islamischen Raum und Afrika stellen vielerorts eine symbolische Verknüpfung von Leben und Abwehrzauber dar, so z.B. die im Wohnbereich aufgehängten und mit Leder verzierten Straußeneier aus dem Sudan. Als Glücksbringer werden zu Weihnachten in Peru farbenfroh gestaltete Eier mit Weihnachtskrippen im Inneren an Freunde und Bekannte verschenkt.

 

"Der kleine Baumeister"
Weihnachtsausstellung

Rund 30 Baukästen werden während der Sonderausstellung gezeigt. Unter ihnen finden sich Steinbaukästen, Holzbau-kästen und Metallbaukästen. Viele von ihnen wurden zu Zeiten der ehemaligen DDR hergestellt. Zudem sind "Westprodukte" unter ihnen. Selbst Spielzeug, das vor dem Ersten Weltkrieg entstand, konnte Palm auftreiben. "Wir haben die Kästen vom Chemnitzer Spielemuseum ausgeliehen." Viele der Holzbausätze kommen auch aus dem Erzgebirge, das für sein Spielzeug bekannt ist.
Marina Palm steuerte darüber hinaus einen eigenen Metallbaukasten bei. "Ich habe ihn in einem Onlineauktionshaus erworben. Er kostete 35 Euro." Ein Glücksgriff. Denn oft sind die Kästen teurer. Gerade für Sammler haben sie einen hohen Wert. "Dann müssen sie aber auch vollständig und gut erhalten sein." Mehrere Hundert Euro werden für sie schon mal ausgegeben.

Palms Kasten ist nicht mehr komplett. Er zeige aber die Vielfalt. Während in ihrem Kasten die Metallteile und Schrauben schlicht gehalten sind, kommen sie in anderen farbig daher.

In einigen finden sich elektronische Teile. Dies ist etwa bei Construction der Fall. Viele Kinder spielten in der ehemaligen DDR mit den Sets. So wird zum Beispiel ein Riesenrad von einem Motor angetrieben. Palm: "Viele Kästen waren für den Export bestimmt. Das erkennt man am englischen Aufdruck. Man hat den Aufdruck, wenn die Kästen in der Region verkauft wurden, einfach überklebt." Der Ursprung der Baukästen liegt jedoch deutlich weiter zurück. Gustav Lilienthal, Bruder des Flugpioniers Otto Lilienthal, hat sie erfunden.

Palm wünscht sich, dass möglichst viele Familien die Ausstellung besuchen. Oft würden die Kinder die alten Baukästen nicht mehr kennen und sich lieber mit Videospielen beschäftigen. "Es kommt auf die Eltern an, wofür sie ihre Kinder begeistern. Das Spielzeug fördert die Kreativität und die Geduld. Man erschafft etwas, das man angreifen kann."

(Auszug Pressemitteilung FP)

 

"Das Freundschaftsband"
Stadtlandschaften in Mitteldeutschland

 

Ergebnisse einer textilen Ausschreibung

Das Freundschaftsband ist eine textile Gemeinschafts-arbeit aus vielen Einzelteilen, die zusammengehängt in einer Ausstellung den Eindruck eines fortlaufenden
Bandes mit Symbolcharakter ergeben. Initiatorin und Projektleiterin dieser seit zwei Jahren laufenden Mitmach-Aktion ist Ursula Brenner aus Friedberg bei Augsburg. Zu den Themen "Afghanische Blume", "Alle Sterne des Himmels", "Friedenstauben und andere Vögel" oder "Von Herz zu Herz" sind bereits Varianten des Freundschaftsbandes entstanden.

Unsere Ausschreibung richtete sich an PatchworkerInnen und Textilschaffende in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Unter dem Thema "Stadtlandschaften in Mitteldeutschland" haben wir dem Projekt "Freundschaftsband" eine neue Variante hinzugefügt. Die Stadtlandschaften sollten aus den Stoffen, Spitzen, Gewirken und Gestricken unserer ehemals sehr reichen Textillandschaft mitgestaltet werden – in Patchwork-, Applikations- oder einer der zahllosen anderen textilen Gestaltungstechniken. Für das in der Mitte fortlaufende, helle Band wurde von uns ein besonderes Stoffstück zur Verfügung gestellt, welches im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg tim nach einem Muster von 1960 heute noch nachgewebt wird.

Aneinandergereiht, ergeben die ca. 30 Arbeiten einen vielseitigen Eindruck von den Bemühungen der einzelnen TeilnehmerInnen zu dem Thema "Stadtlandschaften in Mitteldeutschland". Das Spektrum reicht von der Oberlausitz in Sachsen bis in das Ilmtal in Thüringen und nach Sachsen-Anhalt in die Lutherstadt Wittenberg. Als Gäste sind sogar Patchworkerinnen aus der Bundeshauptstadt Berlin mit vertreten. Die Interpretationen reichen von städtischen Ballungsgebieten wie Jena oder Chemnitz bis hin zu ländlichen Regionen mit Fachwerkhäusern und Naturlandschaften. Verwendet wurden zahlreiche Stoffe aus der ehemaligen Textilproduktion unserer Region wie Leinen, Malimo, Plauener Spitze oder Rundstrick und andere Chemiefaserstoffe.

Entstanden ist ein bunter Reigen des reichen kulturellen und textilen Erbes unserer Region Mitteldeutschland.

 

"Orientalische Reisen in Textil"
 

In seinem Jubiläumsjahr treten wir mit Karl May eine Reise in die orientalischen textilen Welten an, die einerseits zu den Tischdecken und Wandbildern der einheimischen Textilindustrie und andererseits zu den Teppichen der Nomadenstämme Zentralasiens führen.

Die Ornamentik des Orients war und ist noch heute große Inspirationsquelle für Musterzeichner und Designer von Textilien. Sie zeichnet sich durch eine hohe Abstraktion aus – im Gegensatz zur abendländischen Ornamentik, die eher naturalistisch angelegt ist.

Die Hohenstein-Ernstthaler Weber haben Wandbilder mit Landschaftsmotiven aus dem Orient gestaltet sowie die aus dem Islam stammende Ornamentik der Maureske mit in ihre Gestaltungen einbezogen.

Mit der Bezeichnung "Portugal" finden sich zahlreiche Tischdeckenvarianten, die orientalische Ornamente und sogar arabische Schriftzeichen aufweisen. Die besondere Webtechnik des Kelims fand bis in die 1960er Jahre bei der Herstellung von Diwandecken Verwendung. Im VEB Möbelstoff- und Plüschwerke wurden bis 1990 für den Export in die Islamische Welt die Gebetsteppiche für die religiöse Zeremonie des täglichen Gebets hergestellt.

Mit Karl Mays ab 1892 erschienenen Reiseromanen z. B. "Durch die Wüste" und "Durchs wilde Kurdistan" tauchen wir in die Teppichwelten des Morgenlandes ein. Der geknüpfte, wollene Bodenbelag, der Teppich, gehört seit alters im Orient zu dem unentbehrlichsten Alltagsgegenstand. Seine Herstellung zählt zu den bemerkenswertesten orientalischen Handwerken überhaupt.

Für die Nomadenvölker Zentralasiens, die mit ihren Zelten und Jurten ständig unterwegs sind, dient der Teppich für die unterschiedlichsten häuslichen Verwendungen: der Türteppich ist der Eingang in die Jurte, der Speiseteppich wird auf dem Fußboden wie eine Tischdecke verwendet, in Zelt- und Kameltaschen werden die Alltagsgegenstände aufbewahrt und gleichzeitig auf den Reisen transportiert, auf dem Hauptteppich wird die Versammlung der Stammesältesten abgehalten, der Gebetsteppich dient dem täglichen religiösen Ritual, der Kamelschmuckbehang, bei Karl May Tachterwan genannt, dient der Ausschmückung der Prozession eines Brautzuges.

In den morgenländischen Reiseerzählungen von Karl May finden sich zahlreiche Beschreibungen und Erwähnungen vom unterschiedlichen Gebrauch der Teppiche der Nomadenvölker. Sie zeugen von seiner erzählerischen Meisterschaft, gepaart mit seinem zuverlässigen, geografischen wie völkerkundlichen Hintergrundwissen.

 

"MZ am Sachsenring"
 

 

Mit einer Auswahl von 9 Rennmotor-rädern der legendären Marke DKW – MZ möchten wir zum 85-jährigen Jubiläum des Sachsenrings die sportlichen Erfolge der MZ-Fahrer besonders in den Mittelpunkt stellen.

Aufbauend auf die zahllosen Siege der DKW-Fahrer seit 1921 setzte sich die Tradition ab 1949 mit IFA-DKW und ab 1952 als MZ weiter fort. Die Renn-zweitakter aus Zschopau waren bis in die 1960er Jahre zeitweise die schnellsten Rennmaschinen der Welt. Zum ersten Weltmeisterschaftslauf 1961 steht erstmals eine japanische Motorradmarke am Start. Zwischen den Zweitaktmaschinen MZ, Suzuki und Yamaha sowie der Viertakter Honda entbrennt in den folgenden Jahren ein harter Konkurrenzkampf.

 

Der Wettbewerb Zweitakt- kontra Viertaktmotor im Motorradrennsport findet nun ausschließlich unter den japanischen Fabrikaten statt. MZ und andere europäische Marken können gegen die fernöstliche Zweiradindustrie nicht mehr mithalten. Mit dem Ende der Weltmeisterschaftsläufe auf dem Sachsenring 1972 endet auch die Rennabteilung bei MZ.

Die folgenden Fahrergenerationen bauen sich mit Werksmaterial eigene Maschinen.

In der Ausstellung stellen wir herausragende MZ-Fahrer wie Dietmar Zimpel, Horst Fügner, Heinz Rosner, Helga Heinrich-Steudel, Frank Wendler und den Engländer Alan Shepherd vor sowie den langjährigen Chef der MZ- Rennsportabteilung Walter Kaaden.

An Rennmaschinen sind u. a. zu bestaunen:

  • DKW Are,175 ccm, Bj. 1926 mit Ladepumpe

  • IFA DKW 125 ccm, Bj. 1949 - eine von nur drei Rennmaschinen
    aus den Anfängen der Nachkriegszeit

  • voll verkleidete MZ "Blauwal" 125 ccm, Bj. 1955 (Nachbau)
    von Vizeweltmeister Horst Fügner

  • 250er MZ RE auf der der Neuseeländer Hempleman 1960
    auf dem Sachsenring siegte

  • MZ RT Eigenbau, 125 ccm, Bj. 1957, als Beispiel für die Anfänge
    der Rennfahrerkarriere von Heinz Rosner

  • MZ RE 125 ccm, Bj. 1963, mit der der Engländer Alan Shepherd 1963
    den 2. Platz auf dem Sachsenring belegte und insgesamt zehn internationale Siege für MZ fuhr

  • MZ HB 125 ccm, Bj. um 1965, später von den jeweiligen Fahrern technisch modifiziert.

 

"Sportsouvenirs aus Sachsen"
Pokale, Medaillen und Maskottchen

 

Erik Kiwitter ist Journalist und sammelt seit der Kindheit Souvenirs und Artefakte von sportlichen Ereignisse, die vornehmlich von sächsischen Athleten stammen.

Seine Sammelleidenschaft resultiert aus den eigenen sportlichen Aktivitäten, in der Hauptsache im Langstreckenlaufen. Davon zeugen zahlreiche Marathon-teilnahmen - so beim Baikalsee-Eismarathon 2008.

Sachsen gehört auf sportlichem Gebiet zu einem führenden Bundesland in Deutschland.
In Leipzig wurde 1900 der Deutsche Fußball-Bund gegründet. In ihren Sportarten gehörten und gehören Katarina Witt, Jens Weißflog, Michael Riedel oder Ricco Groß zur Weltklasse. Eine große Zahl an Weltmeistern und Olympiasiegern kommt aus Sachsen.

Die Exponate reichen von einer Erinnerungsmedaille des Deutschen Turnfestes 1885 in Dresden über einen Siegerpokal von Jens Weißflog, den Originalrasen der Fußball-WM 1990 in Rom, auf dem Deutschland Weltmeister wurde, bis zum Anstoßball des 2. Bundesligaspiels FC Erzgebirge Aue gegen MSV Duisburg 2008.

Eine Silbermedaille der Olympischen Winterspiele 1980 in Lake Placid von Skispringer Manfred Deckert und eine Gold- und Silbermedaille der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul von der Schwimmerin Heike Apitzsch-Friedrich belegen die herausragenden sportlichen Leistungen sächsischer Athleten in der Ausstellung.

Von Seiten des Museums kommen Preise und Ehrenplaketten des ersten Badberg-Viereck-Rennens 1927, ein Ehrenteller von der Rad-WM 1960 oder ein Motorrad-Rennreifen von Michael Schumacher, gefahren 2008 auf dem Sachsenring, hinzu.

Die Ausstellung bezeugt in ihrer Fülle und Vielfalt bedeutende sportliche Ereignisse des 20. Jahrhunderts in Sachsen und von sächsischen Athleten.

 

"In der Küche riecht es lecker..."
Von Lebkuchen, Stollen, Neunerlei und Pflaumentoffel"
Weihnachtsausstellung

 

folgende Themen werden in der Ausstellung angesprochen:

 - Weihnachtsbäckerei

  • Herkunft der Lebkuchen, ihre verschiedenartige Bezeichnungen wie Nürnberger Lebkuchen, Aachener Printen, Pulsnitzer Pfefferkuchen

  • Anna Gratiosa von Schönburg (1458 - 1525) - unter ihrer Regentschaft entsteht Hohenstein vor 500 Jahren - bringt von einer Reise einen Pfefferkuchen-Küchler mit, später Peter der Küchler aus Glauchau geheißen; frühester Nachweis der Lebkuchen- bzw. Pfefferkuchenherstellung hier im Schönburgischen Land

  • 5 Pfefferkuchenhäuser und Beispiele von Lebkuchen

  • Nachgestaltung einer historischen Küche um 1930

- weihnachtliche Ess-Traditionen

  • Stollen backen

  • Neunerlei-Essen zu Weihnachten

  • Nussknacker

- Pflaumentoffel

  • ca. 35 - teilweise nachgestaltete Pflaumentoffel von 1860 bis heute aus der Sammlung von Roland Hanusch aus Freital

  • dazu zahlreiches Bild- und Begleitmaterial

  • Der Pflaumentoffel, eine Schornsteinfigur aus getrockneten Pflaumen, wird erstmals 1801 auf dem Dresdner Striezelmarkt angeboten. Er ist den kleinen, oft erst sieben Jahre alten Schlotfegerjungen mit Umhang und Leiter nachgebildet, die mit ihrem Kehrbesen in die Kamine klettern müssen, um sie von innen zu reinigen.

  • Oft sind es Kinder oder arme Familien, die sich mit den selbst hergestellten glücksbringenden "Feuerrüpeln" zu Weihnachten ein kleines Zubrot auf den Märkten verdienen. Die Gestalt des Pflaumentoffels wird später zum Sinnbild des Dresdner Striezelmarktes.

- Puppenküchen und Puppengeschirr 1920er bis 1970er Jahre

 

"ART Jacquard-Inspirationen"
Ergebnisse einer textilen Ausschreibung mit Mustern von Jacquard- und Möbelstoffen

 

Im Rahmen der diesjährigen 500-Jahrfeier unserer Textilstadt Hohenstein-Ernstthal entstand die Idee, eine textile Ausschreibung zu initiieren. Unter Verwendung der von uns zur Verfügung gestellten Musterstücke der ehemaligen Jacquard- und Möbelstoffweberei sollte ein textiles Objekt entstehen, in Größe und Techniken frei zu wählen.

Die Verarbeitung der schweren Jacquard-stoffe war für alle eine besondere Herausforderung. Über die Vielfalt der textilen Objekte, die uns erreichten, waren wir sehr positiv überrascht.

In einer Bandbreite von Quilts, Mode, Taschen und Accessoires bis hin zu Mixed-Media Objekten zeigen 65 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer insgesamt 86 textile Arbeiten unter internationale Beteiligung aus Norwegen, Lettland und der Schweiz.

Neben dem üblichen Patchwork und Quilten kamen auch Filzen, Applizieren, Färben und Drucken, Schichtungen, Weben, Sticken u. v. a. als textile Techniken zum Einsatz.
Die Ergebnisse zeigen wie kreativ, originell oder in ihrer Schönheit, die alten Jacquardstoffe neu in Szene gesetzt werden können. Einige Werke wecken Erinnerungen an die Sofadecke aus Omas Zeiten, andere gehen ganz neue Wege und verblüffen mit Ideen, die man den alten Stoffen nicht gleich ansieht.
Lassen Sie sich überraschen, wie die TeilnehmerInnen unseren Jacquardstoffen einen Auftritt in neuem, oft ungewöhnlichen Gewand verschafft haben.

 

"500 Bücher von Hohenstein-Ernstthaler Autoren"
Sonderausstellung anlässlich des Stadtjubiläums

 

Anlässlich der 500-Jahrfeier in Hohenstein-Ernstthal stellte der Ortschronist Wolfgang Hallmann eine Ausstellung mit Büchern von Hohen-steiner Autoren zusammen.

Geplant war es, 500 Bücher zusammen zu bekommen. Doch es wurden weitaus mehr. Aus allen Bereichen fanden sich alte und neue Bücher und es finden sich immer noch welche an.

Natürlich sind auch Karl Mays Werke mit dabei, aber es sind auch philosophische und naturwissenschaftliche Bände zu sehen -  Romane, Gedichtbände und Anthologien und viele mehr.

 

"Hohensteiner Ansichten"  
Sonderausstellung zum 500-jährigen Stadtjubiläum
 

Die Ausstellung beleuchtet anhand zahlreicher Fotos ab 1870 bis in die DDR-Jahre hinein die stadtgeschichtliche Entwicklung von Hohenstein in diesem Zeitraum.

Schwerpunkte sind:
Rathaus und Altmarkt, Kirche
Markttreiben, Handel und Gewerbe
Mobilität mit Ochs, Pferd,
Eisenbahn und Straßenbahn, Textilstadt,
Parkanlagen, Hüttengrund, Pfaffenberg und Berggasthaus, Gaststätten,
Park- und Grünanlagen,
Stadtbrände, Post, Kino, Stadtbad u.v.m.

Den einzelnen Fotopositionen sind z. T.
auch Exponate zugeordnet, die den entsprechenden Inhalt widerspiegeln:
so. z. B. das Modell des Hohensteiner Altmarktes um 1980 sowie des Güter-schuppens nebst Schienenfahrzeugen der Überlandstraßenbahn u. a.

Die Fotos stammen aus der Postkartensammlung von Jens Schilling, dem Stadtarchiv, von dem Ortschronisten Wolfgang Hallmann und aus der noch bescheidenen Sammlung des TRM.

 

"Auto, Feuerwehr und Krahmer-Puppe"
Spielträume für Jung und Alt
Weihnachtsausstellung

 

Unsere diesjährige Weihnachtsausstellung zeigt die zwei typischen Spielzeugwelten für Jungen und Mädchen: Autos und Puppen, hier im Besonderen Automodelle aus DDR-Produktion und die Krahmer-Puppe
"Kuck in die Welt".

DDR-Automodelle
Die Interessengemeinschaft Modelleisen-bahn für Kinder der Kindervereinigung e. v. Glauchau beschäftigt sich neben dem großen Thema Modelleisenbahn auch mit Modellstraßenfahrzeugen.

Vom Pferdefuhrwerk über PKW, Bus, Feuerwehr, Nutzfahrzeugen, Militär-fahrzeugen und LKW reicht die Palette der historischen Modellfahrzeuge, die z. T. in Straßenlandschaften eingebettet sind.
Die Fahrzeuge in den Maßstäben 1:87 und 1:200 entsprechen den Maßstäben der Modelleisenbahnen HO sowie TT und sind als Ergänzung für Modelleisen-bahnen genutzt worden. Eine Kollektion von Matchboxautos, die aus England in die DDR exportiert wurden sowie eine funktionstüchtige Dampfmaschinenanlage und eine Autorennbahn runden die Ausstellung ab.

Krahmer-Puppen

Die Krahmer-Puppe verdankt ihre natürliche Form und kindliche Gestaltung der Kinderliebe ihrer Schöpferin, der international anerkannten Kunst-handwerkerin Hildegard Krahmer (1912 – 1985) aus Chemnitz.
Im kriegszerstörten Deutschland entwarf sie 1947 die ersten Puppen für ihre beiden Kinder. Wenig später entwickelte sie zusammen mit einem Holzschnitzer aus dem Erzgebirge mit viele Liebe zum Detail eine robuste Puppe mit Holzkopf und gestopftem Körper – fortan "Kuck in die Welt" genannt.

Nach über 60 Jahren wird die Krahmer-Puppe im familiengeführten Kleinstunternehmen – noch genau wie damals - aus besten Naturmaterialien hergestellt. Der Firmensitz ist heute in Limbach-Oberfrohna.

In der Ausstellung sind ca. 25 historische Puppen aus den Anfangsjahren und 90 Puppen aus der aktuellen Kollektion zu sehen.

Die Puppen sind in Gruppen und in zwei großen Puppenhäusern zu den unterschiedlichsten Themen gestaltet wie: Frühlingskinder, Lausbuben, Winterkinder, "große Wäsche", Schulklasse, International u. v. m.

Außerdem sind neun Märchenfiguren versteckt, die entdeckt und erraten werden können.

Am 23. Dezember werden drei Gewinner ermittelt und erhalten von uns Preise, u. a. das Sachsenring-Rennsportspiel.

 

"Gewebte Bilder in Seide"

 

Gezeigt werden ca. 100 in Seide gewebte Bilder, die entweder gerahmt als Wandschmuck dienten oder als Postkarten verschickt wurden. Die in Jacquardtechnik gewebten Bilder waren als beliebte Raumdekoration ab etwa 1860 in Mode und erfreuten sich bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Sie sind Teil einer Zwickauer Privatsammlung, die uns für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden.

Die Bilder stammen aus deutscher, französischer, schweizer und italienischer Produktion. Von etwa 1860 bis nach 1900 ist auch die einheimische Ernstthaler Firma Schaller bekannt, von der einige Seidenbilder aus unserer Sammlung zu sehen sind.

Die Motivpalette reicht von Familienalltag, Kindern, Rokoko- und Waldszenen über historische Ereignisse und Porträts bis hin zu religiösen Motiven. 
 

Im Kontext dazu stehen Beispiele von gewebten Seidentapeten der Firma Eschke Seidenmanufaktur aus Crimmitschau. Die nach historischen Befunden rekonstruierten Gewebe mit großformatigen Blumen- und Ranken-mustern entstehen für die Restaurierung von Schlössern, Villen und herrschaft-lichen Wohnräumen.

Von den "Neuen Pillnitzer Werkstätten" werden heute wieder gewebte Seidenbilder mit neuen Motiven hergestellt. In unserer Ausstellung wird u. a. der nachgewebte Dresdner Fürstenzug in einem Format von 3,70 m Breite zu sehen sein.

Aus der Produktion der Plauener Spinnhütte GmbH sind u. a. gotisch, französisch und chinesisch inspirierte Wandbilder ausgestellt.

 

"Hey, heute morgen mach ich Hochzeit ..." -
Braut- und Abendmode im 20. Jahrhundert

 

"Hochzeit machen" gehört zu den herausragenden Ereignissen im Leben eines Menschen. In früheren Jahrzehnten wie auch heute ist die "hohe Zeit"; die schönste Zeit im Festkreis des Lebens.

19 Brautkleider, vier Herrenanzüge und 19 Abendkleider widerspiegeln die Modetendenzen bei Hochzeitsfesten im 20. Jahrhundert. Dabei wird der Bogen gespannt von einem Brautkleid einer Hohenstein-Ernstthaler Fabrikantentochter von 1903 bis zu Hochzeitspaaren Mitte der 1980er Jahre.

 In den Ereignissen um die Hochzeiten lassen sich viele persönliche Erlebnisse in guten wie in schlechten Zeiten ablesen. So heiratete eine junge Kriegswitwe 1948 ein zweites Mal nun jedoch in einem schlichten schwarzen Kleid oder in Ermangelung von Stoffen in der Nachkriegszeit wurde ein gebrauchtes Brautkleid aus der Vorkriegszeit getragen. Zwei Brautkleider aus den 1960er Jahren wurden von den Töchtern 25 Jahre später erneut zum schönsten Tag im Leben angezogen.

Zu den besonderen Exponaten zählen eine Braut in der Tracht der Altenburger Marche mit dem Hormt, der Brautkrone sowie die Verarbeitung eines Brautkleides von 1920 in einen Hochzeitsquilt.

Zahlreiche Accessoires wie Strümpfe, Handschuhe, Hüte, Schlipse und Kragen, Taschen und Schuhe ergänzen die Braut- und Festbekleidung.

Die Nachgestaltung eines Geschenketisches um 1930, Hochzeitsgeschenke in den DDR-Jahren, viele Fotos, Hochzeitszeitungen, Tafellieder, Glück-wunschkarten, Porzellan zur Silbernen und Goldenen Hochzeit u. a. erzählen von den unterschiedlichen Hochzeitsbräuchen.

 

Pillen, Salben, Tropfen"
Apothekengeschichten

 

Der Beruf des Apothekers hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Das ursprüngliche Herstellungsmonopol für Arzneimittel ist von der Apotheke auf die pharmazeutische Industrie übergegangen. Heute steht die Beratung von Patient und Arzt und die Abgabe der Medikamente im Vordergrund.

Die Ausstellung zeigt anhand von Fotos und historischen Gerätschaften die Geschichte der einheimischen Apotheken in Hohenstein: Mohren-Apotheke , Ernstthal: Engel-Apotheke und Oberlungwitz: Löwen-Apotheke auf.
Die originale vollplastische Figur des Mohren der Mohren-Apotheke Hohenstein und seine Ursprungsgeschichte ist Beispiel für die Apothekenwahrzeichen, mit denen sich viele Apotheken schmückten.
Apothekengefäße aus Holz, Porzellan und Glas, Pillenbretter, Zäpfchengießformen, Mörser und Tablettiermaschine u.a. dokumentieren die notwendigen handwerklichen Tätigkeiten bei der Herstellung der Arzneien in früheren Zeiten. Thematisiert wird der Bereich Abmessen und Wiegen mit Apotheker-waagen und Dosierlöffel.

Die Gewinnung von arzneiwirksamen Stoffen aus Pflanzen bildet einen Schwerpunkt in der Pharmazie. Apotheker fertigten während ihrer Ausbildung zu Studienzwecken ein Herbarium mit getrockneten Pflanzen. Der Apotheker Carl Friedrich Reichel (1800 - 1860) aus der Hohensteiner Apotheke erstellte ein umfangreiches Herbarium mit ca. 7.000 Pflanzen - vermutlich die wohl größte noch erhaltene Sammlung dieser Art in Deutschland. Sie ist heute im Naturalienkabinett in Waldenburg aufbewahrt, einige Belege davon sind in unserer Ausstellung zu sehen.

Aus dem Deutschen Dosen-Museum Mönchengladbach ist eine Sammlung von 196 Pillendosen von der Kaiserzeit Ende des 19. Jh. bis in die Gegenwart ausgestellt.

Weitere Themen der Ausstellung sind: der Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz, langjähriger Freund von Karl May in Radebeul; die Kräuterheilkunde aus dem Erzgebirge mit dem Laborantenwesen, Wanderapotheke und Likörhersteller; Ostereierfärben mit Naturmaterialien oder der Benzinverkauf für die ersten Autos um 1900.

 

Verblüffend! Textile Experimente "
Von schlicht-sachlich bis üppig-raffiniert
Sonderausstellung Internationale Textilkunstausstellung

 

Ausgestellt werden die Ergebnisse einer europaweiten Ausschreibung, die von Gudrun Heinz (Karlsruhe und Pforzheim) als 2. Wettbewerb für textile Kleinformate organisiert wurde und die nun ca. zwei Jahre lang als Wanderausstellung unterwegs sein wird.

"Verblüffend! Textile Experimente" - dieser Ausschreibungstitel motivierte 74 Textilkünstlerinnen und Textilkünstler aus zehn verschiedenen europäischen Ländern dazu, eine oder zwei Arbeiten im Format 20 x 20 cm zu schaffen und dabei mindestens ein textiles und ein nicht-textiles Material einzusetzen. Die Wahl der Technik und des Themas war frei, so dass völlig unterschiedlich, von schlicht-sachlich bis üppig-raffiniert gearbeitete Werke mit vielfältiger Thematik eingereicht wurden. Diese Freiheit ließ es nicht nur zu, nach Lust und Laune etwas auszuprobieren, sie forderte gleichermaßen dazu heraus, über den Tellerrand des eigenen Schaffens zu blicken.

So finden sich unter den eingereichten 115 Arbeiten zwar überwiegend Werke, die man vom Aufbau her als Quilts betrachten kann, aber auch eine beträchtliche Anzahl, bei denen die Künstlerinnen und Künstler Grenzen des traditionellen Patchwork/Quiltings über-schritten oder sich aus einem anderen künstlerischen Bereich kommend, der Herausforderung näherten.

Das Verblüffende an einer Arbeit besteht oft aus einem Aha-Erlebnis, das der Betrachter hat, wenn er Dinge in einem unerwarteten Zusammenhang vorfindet, mit einer ungewöhnlichen Material-Technik-Kombination konfrontiert wird oder sich vielleicht erst auf den zweiten Blick, nämlich den auf den mitgelieferten Kommentar, das Aha! oder gar auch noch ein zweites Aha! einstellt.

Die Ausstellungsbesucher wählen einen Publikumsliebling, der am Ende mit einem Preis belohnt wird.
Zur Ausstellung ist eine CD-ROM erschienen (statt Katalog), die käuflich erworben werden kann.

www.quiltsundmehr.de


Am Eröffnungswochenende bieten wir von Frau Gudrun Heinz geleitete Quilt-Kurse an:

Samstag, 31. Januar 2009
10:00 bis ca. 16:00 Uhr,
mit Besuch der Ausstellung "Verblüffend! Textile Experimente",
50,00 € pro Teilnehmer

Kurs "Grundlagen des frei geführten Maschinenstickens /-quiltens"
Schwerpunkt dieses fünfstündigen Kurses ist die Einführung in die Technik des frei geführten Maschinenstickens, wodurch auch das Repertoire für ein phantasievolles freies Maschinenquilting erweitert wird. Lernen Sie die Handhabung Ihrer eigenen Nähmaschine (muss über Stopffunktion und Stopffüßchen verfügen) kennen. Wir erarbeiten beispielhaft einige eigene Musterungsmöglichkeiten.

Mindestens 6, maximal 12 Teilnehmer mit Vorkenntnissen im Maschinen-nähen. Eigene Nähmaschine muss mitgebracht werden.
Kursleitung: Gudrun Heinz, Karlsruhe/Pforzheim

Sonntag, 1. Februar 2009
10:00 bis ca. 16:00 Uhr,
mit Besuch der Ausstellung "Verblüffend! Textile Experimente",
50,00 € pro Teilnehmer

Kurs "Textile Experimente mit verschiedenen Materialien" frei geführtes Maschinensticken für Fortgeschrittene"

Schwerpunkt dieses fünfstündigen Kurses ist der Einsatz verschiedener Materialien (z.B. bemaltes Vliesofix, Angelina, Papier ...), um eine textile Oberfläche in Verbindung mit frei geführter Maschinenstickerei interessant zu verändern und zu gestalten. Das gewisse Etwas für einen Quilt - die individuelle Interpretation eines Themas. Wir erarbeiten einige Beispiele mit unterschiedlichen Materialien.

Mindestens 6, maximal 12 Teilnehmer mit Vorkenntnissen im frei geführten Maschinensticken. Eigene Nähmaschine muss mitgebracht werden.
Kursleitung: Gudrun Heinz, Karlsruhe/Pforzheim

Anmeldung bis 15. Januar über:
• Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal,
   Frau Palm, Telefon: 03723-47711
• Gudrun Heinz,
   www.quiltsundmehr.de,
   E-Mail: info@quiltsundmehr.de

Die Belegung der Kurse erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung, bei der die Bezahlung der Kursgebühr erforderlich ist und die dadurch verbindlich wird. Für jeden Workshop müssen sich jeweils mindestens 6 Teilnehmer verbindlich angemeldet haben, sonst findet der Workshop nicht statt.
Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall zurück erstattet. Sollte die Kursleiterin ausfallen, werde ich mich mit Ihnen verständigen und bereits geleistete Zahlungen zurück erstatten.

Sollten Sie sich angemeldet haben, sind aber an der Teilnahme verhindert und treten zurück, gilt Folgendes:
Bei Rücktritt vor dem 1. Januar 2009 wird die halbe Zahlung zurück erstattet, bei Rücktritt danach bis zum Datum des Workshops wird die Zahlung nicht zurück erstattet, es sei denn, Sie haben in diesen Fällen eine Ersatzperson oder es besteht eine Warteliste, aus der ein Teilnehmer nachrückt. Für den Rücktritt gilt das Datum des Eingangs der Bekanntgabe des Rücktritts bei Quilts und mehr – Gudrun Heinz.
Ich bitte um Verständnis für diese Regelung, die aus organisatorischen Gründen leider notwendig ist.

Bis zum 23. Januar 2009 erhalten Sie Bescheid darüber, ob der Kurs zustande kommt und was mitzubringen ist.


 

Klosterarbeiten und Votivgaben"
Religiöse Volkskunst aus Altbayern
 

"Was verbirgt sich hinter einem Breverl? Welche Bedeutung hat eine Kröte aus Wachs und was hat sie mit dem Glauben zu tun?

Die Ausstellung führt den Besucher in eine Welt, in der sich die tief verwurzelte Religiosität und Volksfrömmigkeit in Gegenständen und Handlungen niederschlägt, deren Form zuweilen eine Mischung aus Brauchtum, naturmagischen Vorstellungen und kirchlichen Vorgaben ist.

Kunstvoll gefertigte Andachtsbilder, Reliquienfassungen, aber auch reizvolle Arbeiten aus einfachstem Material lassen über die Vielfalt, den Reichtum an Phantasie und die Freude an der Darstellung von religiösen Inhalten staunen.

Die vorwiegend aus Ober- und Niederbayern stammenden Exponate geben Einblick in das von der katholischen Religion durchdrungene und erfüllte Leben der Bevölkerung im 18. und 19. Jahrhundert und zum Teil bis heute.


 

"Sie wünschen bitte?"
Handel und Gewerbe in Hohenstein-Ernstthal

 

Handel und Gewerbe in einer industriell geprägten Kleinstadt wie Hohenstein-Ernstthal haben im 20. Jh. eine außerordentliche Entwicklung genommen. Mit der Industrialisierung Ende des 19. Jh. und einem enormen Bevölkerungszuwachs kam es bis zum Ersten Weltkrieg zu eine großen Vielfalt an Kleingewerbe und Einzelhandel. So finden wir um 1910: 47 Bäcker, 27 Fleischer, 51 Kolonialwarenläden, 22 Grünwarenhandlungen, 39 Schuhmacher, 12 Friseure, 14 Damen- und 34 Herrenschneider u. a. Zwei Jahrmärkte, ein Viehmarkt und ein gut besuchter Wochenmarkt versorgten die Bevölkerung mit zusätzlichen Produkten und Gebrauchsgütern.

In den DDR-Jahren wurde der private Handel, das Handwerk sowie der Konsumverein durch die staatliche HO und PGH's zurückgedrängt. Kaufhalle und Selbstbedienung führten zu neuen Formen des Einkaufens. Mit der Verlagerung des Handels in die am Rande der Stadt liegenden Gewerbegebiete und der Großformen der Supermärkte kam es auch hier nach 1990 zu einem beträchtlichen Rückgang an Handel und Kleingewerbe in der Innenstadt.

Die Sonderausstellung zeigt anhand einiger Einzelhandelsgeschäfte und Handwerkseinrichtungen die Fülle und Vielfalt von Handel und Gewerbe in Hohenstein-Ernstthal. So finden sich bei älteren Einwohnern noch gut bekannte Namen wieder wie:

Kolonialwarenhandlung Eck-Beck in der Weinkellerstraße/Ecke Dresdner Straße, gegr. 1873; Butterhandlung Lässig am Neumarkt (Butter-Lässig) oder der als Putzgeschäft 1902 gegründete Laden von Gotthilf Bohne in der Weinkellerstraße (Putz-Bohne), heute Textilladen.

Zu sehen sind außerdem eine komplett eingerichtete Schuhmacherwerkstatt und die originale Ladeneinrichtung des Friseurgeschäftes Lorenz von der Herrmannstraße 47 von 1927. Weitere Themen sind Bäcker und Fleischer, Fotogeschäft Zienert, Barth Optik - ehemals Weißhaar, Juwelier Ulke, das Schneiderhandwerk u. a.

 

"Rennfieber im Spiel"

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Spielemuseum e. V. Chemnitz zeigt das Textil- und Rennsportmuseum vom 13. Juni bis 31. August 2008 die Sonderausstellung "Rennfieber im Spiel".
Ausgestellt sind ca. 70 deutsche und internationale Spiele von 1893 bis zur Gegenwart, neben Kartenspielen und einer Rennbahn in der Hauptsache Würfelspiele.

Dabei geht es um Auto- und Motorrad-rennen auf berühmten Rennstrecken wie unserem heimischen Sachsenring, dem Schleizer Dreieck, dem Nürburgring oder der Rallye Monte Carlo, um Rundreisen durch Deutschland und Europa sowie auch um Verkehrserziehung und technisches Wissen über Kraftfahrzeuge. Den farbenfreudigen Spielplatten sind oft Auto- und Motorradspielfiguren aus Zinn und später Kunststoff beigefügt.

Würfelspiele gehören in die Kategorie der "Games of Chance" – "Spiele des Zufalls". Schon sehr früh entwickelten sich einfache Start-Ziel-Spiele mit einem Spielfeld. Als Wettlaufspiele eigneten sich die Auto- und Motorradrennen sehr gut dafür und erfreuten sich großer Beliebtheit.

An Spieltischen können die Besucher selbst Rennspiele ausprobieren, darunter auch das Sachsenringspiel von 1937. Es wurde als "Großer Preis von Europa" erstmals herausgegeben und in leicht veränderter Form zum 80-jährigen Jubiläum neu aufgelegt. In einer limitierten Auflage sind Nachbildungen der originalen Motorradfahrer-Zinnfiguren enthalten.
Die zeichnerische Gestaltung der Spielplatte nach dem originalen Verlauf des Sachsenrings stammt von dem Musterzeichner Otto Baumgärtel aus Oberlungwitz.








Das "Sachsenring-Spiel" kann im Museum käuflich erworben werden:
- 19,90 € die einfache Variante und
- 49,90 € die Zinnvariante.

 

"formschön und bügelfrei"
Plaste und Chemiefaserstoffe in der DDR
Vor 100 Jahren erfindet der belgische Chemiker Backeland den ersten industriell hergestellten Kunststoff, den er Bakelit nennt.

 

Wegen seiner Festigkeit und Isolierfähigkeit werden in den Anfangsjahren vor allem Bauteile für elektrische Geräte wie Telefon, Lampen oder Radios gefertigt, die sich in schwarz und dunklen Brauntönen zeigen. Die 1937 in Deutschland und Amerika entwickelten ersten Kunstfasern führen in der Anwendung zunächst zu den heiß begehrten Nylon- und Perlonstrümpfen.
Ab Mitte der 1950er Jahre, nach der Überwindung der Nachkriegszeit, setzt eine vielfältige Anwendung von Kunststoffen ein. In den Haushalt ziehen neue Produkte in leuchtenden Farben und aerodynamischem Design ein: Küchen- und Kaffeemaschinen, Plaste-Kristall, Eierbecher Marke Huhn, Gewürzdosen oder der dreigeteilte Plasteteller in der Schulspeisung und Betriebskantine sind im DDR-Alltag allgegenwärtig

Zeitgleich erleben Kunstfasern eine enorme Steigerungsrate. Sie stehen symbolhaft für Modernität und Freiheit in der Zeit des "Wirtschaftswunders" der Bundesrepublik und des in der DDR aufgelegten Chemieprogramms, welches "Wohlstand Schönheit und Glück" verheißt. 1959 muss die DDR auf den bis dahin gesamtdeutschen Markennamen Perlon verzichten und führt den Begriff Dederon ein. Aus dem luftigen Traumstoff kommen rauschende Petticoatkleider, zarte Unter- und Nachtwäsche und bügelfreie Männer-hemden in Mode. Kittelschürzen und Einkaufsbeutel aus Dederon sind heute noch Symbol für die untergegangene DDR. Hinzu treten Kunstfasermarken wie Präsent 20, Grisuten, Wolpryla, Regan.

Die pflegeleichten Textilien aus reinen Kunstfasern täuschen jedoch langfristig nicht über die unangenehmen Trageeigenschaften wie Schweißbildung hinweg. Ab Mitte der 1970er Jahre, bedingt auch durch die Ölkrise, führt die Entwicklung wieder hin zu Naturfasern und Mischgeweben.

Die Ausstellung zeigt an einigen Beispielen von Bakelit die Anfänge in der Anwendung von Kunststoffen in der ersten Hälfte des 20. Jh. In den Bereichen Haushalt, Küche, Spielzeug sowie Bekleidung wird die um 1960 einsetzende Vielfalt sichtbar. Kunststoffe und Kunstfasern sind seitdem aus dem DDR-Alltag nicht mehr wegzudenken.

 

"Puppenstube und Kaufmannsladen"
Eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert

 

Gezeigt werden:
13 Puppenstuben und Puppenhäuser
6 Kaufmannsläden
3 Pferdeställe
1 Reitschule
und viele Details rund um die Puppen-küche sowie Spielzeug.

Puppenstuben widerspiegeln oft detailgetreu den jeweiligen Zeit-geschmack der Erwachsenenwelt. Der Bogen im 20. Jahrhundert erstreckt sich von einem Kaufmannsladen aus der Gründerzeit kurz vor 1900 bis zum Barbie-Puppenhaus um 2000.

Neben gekauften Exemplaren sind zahlreiche Beispiele Eigenbau die oft noch erweitert wurden und denen man die zahlreichen Kinderhände ansieht, mit denen sie bespielt wurden. Die Hälfte der Exponate sind Leihgaben, die eine Geschichte zur ihrer Entstehung und Weitergabe an die nächste Generation erzählen.

Die Weihnachtsbäume in der Ausstellung wurden geschmückt von Schulklassen der Förderschule "Am Sachsenring".

 

"Flachs und Leinen"
Von der Weberinnung bis zu technischen Textilien

 

Die Sonderausstellung zeigt die Her-stellungsstufen des Leinengewebes aus der Flachspflanze sowie zahlreiche Beispiele von historischen Leinen-textilien. Im Kontext dazu stehen die Exponate der hiesigen Leineweber-innungen. Darunter befindet sich das Innungsbuch der Ernstthaler Zeug- und Leineweberinnung von 1692. Darin enthalten ist 1856 die Eintragung der Meisterrechtserlangung von Heinrich August Mai, Vater des berühmten Schriftstellers Karl May.

Ca. 50 Bügeleisen aus der Sammlung von Wolfgang Hallmann aus Hohenstein-Ernstthal verdeutlichen die Mühseligkeit des Glättens von Textilien und eine kurze Geschichte des Bügeleisens selbst.

In Zusammenarbeit mit der SachsenLeinen GmbH aus Waldenburg wird auf die heutige, vorwiegend im technischen Bereich angesiedelte Verwendung von Flachs als nachwachsender Rohstoff eingegangen. Im Zeitalter gravierender Umweltveränderungen ist Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit von Rohstoffen immer mehr gefragt. Dabei gewinnen auch Flachs und Leinen als technische Textilien an Bedeutung. Dazu gehören u. a. Geomatten, Dämmstoffe und Autotürverkleidungen.

 

"Legenden vom Ring"
80 Jahre Motorsportgeschichte auf einem außergewöhnlichen Kurs
 

80 Jahre Sachsenring sind der Anlass, ab 7. Juli in einer Sonderausstellung die Legenden vom Ring anschaulich darzustellen und spannend zu erzählen.

Die 1927 als Badberg-Vierecks-Rennen gegründete Rennstrecke erfährt Ende der 1930er Jahre mit dem "Großen Preis von Europa" internationale Anerkennung.

Die ersten Nachkriegsrennen 1949 und 1950 erreichen mit 380.000 bzw. 480.000 Zuschauerrekorde. Zu den spannendsten Rennen zählen in den 50er Jahren die der Seitenwagengespanne. Autorennen werden seit 1949 ausgetragen.

Die Zeit der Weltmeisterschaftsläufe von 1961 bis 1972 präsentiert Weltklasse-Fahrer und ihre Maschinen. Danach schwindet das große internationale Flair. Der "Große Preis der DDR" lässt nur noch Starter aus den sozialistischen Ländern zu. Drei tödlich verunglückte Fahrer 1990 bringen das Aus der 8,6 km langen Rennstrecke.   

Die Initiative des Automobil- und Motorradclubs Sachsenring e. V.  im ADAC und die Eröffnung des Verkehrssicherheitszentrums 1995 auf einem neuen Kurs in unmittelbarer Nachbarschaft führen den Sachsenring wieder zurück in die Grand-Prix-Riege des Motorradrennsports.

Neben Rennmaschinen ab 1923 bis heute wird der berühmte Rennwagen "Melkus RS 1000" zu sehen sein. Themen wie der "Kleine Sachsenring" 1949 -1960, die Rad-WM 1960, ein Starterfeld aus der Weltmeisterschaftszeit 1961 bis 1972 sowie das Leben der Besucher an der Strecke während des Ausnahmezustandes für die Stadt Hohenstein-Ernstthal werden anschaulich dargestellt. Die großen wir die kleinen Namen: Jimmie Guthrie, Ewald Kluge, Christa Böttcher, Helga Steudel, Giacomo Agostini, Heinz Melkus, Horst Fügner, Dieter Braun, Frank Wendler, Klaus Klötzer, Valentino Rossi, Steve Jenkner u. v. a. mehr werden mit Exponaten, Bildern und Geschichten vom Sachsenring wieder lebendig.

 

"Aus dem Nähkästchen geplaudert"
Sticken, Stricken, Nähen, Klöppeln - 10 Jahre Klöppelzirkel im HALT

 

Die Ausstellung zeigt die Vielfalt textiler Handarbeiten vom Biedermeier bis in die DDR-Zeit mit den entsprechenden Nähkästchen und zahlreichen Hand-arbeitsutensilien.

Der seit 10 Jahren bestehende Klöppelzirkel im Arbeitslosentreff HALT von Hohenstein-Ernstthal präsentiert sich mit einem Querschnitt seiner Arbeiten.

Zwei Privatsammler bereichern mit einem kleinen Ausschnitt ihrer Sammlung unsere Ausstellung:
Goldschmied Thorvald Greif stellt ca. 800 Fingerhüte aus. Er ist Besitzer des weltweit einmaligen Fingerhutmuseums in Creglingen. Zur Eröffnung wird er in einem Vortrag zur Geschichte des Fingerhutes sprechen.

Jens Hüttig aus Altenburg ist Sammler von Nähmaschinen. Eine Besonderheit stellen Kindernähmaschinen dar, wovon ca. 15 Exponate in unserer Ausstellung zu sehen sein werden.

 

"Unter'm Weihnachtsbaum"
Spielzeug und Baumschmuck vom Biedermeier bis in die DDR-Zeit

 

Die diesjährige Weihnachtsausstellung zeigt 6 verschiedene Weihnachts-situationen mit dem entsprechenden Spielzeug wie Puppen und Puppen-wagen, Puppenstuben und Kaufmanns-läden, Fahrzeuge, Ritterburg, Pferdestall, Schaukelpferde, Kinder-bücher, Puzzle, Gesellschaftsspiele u.a.

Geschmückt sind Weihnachtsbäume aus den Zeiten: um 1860; um 1900; um 1935; erzgebirgische Weihnacht; 1944 in englischer Kriegsgefangenschaft und um 1965.

Der Weihnachtsbaumschmuck ist z. T. original, nach historischen Abbildungen nachempfunden oder aus Lauscha, Thüringen bezogen, wo man ihn heute nach alten traditionellen Mustern nachgestaltet.

 

"Der Strumpf in der Mode"
 

Gezeigt werden vielfältige Beispiele aus unserer Textilsammlung, die die hiesige Strumpfherstellung vom Handkulierstuhl Ende des 19 Jh. über die Cottonmaschine zu Anfang des 20. Jh., die Kunstseide sowie Perlon- und DEDERON-Zeit bis hin zu den aktuellen Produktionen von Lindner-Socken und ROGO-Strümpfen repräsentiert.

Die Strumpfkollektionen werden kombiniert mit originaler Mode vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre und die Gegenwart; u. a. zwei Brautkleider von 1907 und 1960. Zahlreiche Damengarderobe stammt von einer Fabrikantenfamilie aus Hohenstein-Ernstthal. Neben der Damenmode sind auch Beispiele von Herrenmode, Kindermode und Trachtenmode der Altenburger Bauern vertreten.

Accessoires wie Hüte, Handschuhe, Taschen, Strumpfbänder und Schmuck vervollständigen die Ausstellung.

 

"Haushaltstechnik made in DDR"
Zwischen Planwirtschaft und Konsumgüterproduktion

 

Die Sonderausstellung ist in vier Themen gegliedert. Gezeigt werden technische Geräte aus den Bereichen Küche, Textilien, Wohnen und Freizeit. Die Exponate werden ergänzt mit zeittypischem Geschirr, Haushaltsplaste, Kochbüchern, Wohnaccessoires, Bedienungsanleitungen, Textilien u. a.

Die Küchenmaschine "KOMET" aus den 50er und 60er Jahren sowie der Kühlschrank "Nordstern" von 1961 und eine Kollektion Kaffeemaschinen sind einige Beispiele zum Thema Küche.

Mit der Waschmaschine MW 66, Bügelbrett und Bügeleisen, einer Haushaltmangel, der Nähmaschine "VERITAS" und dem Handstrickapparat "Strickfee" wird der Bereich Textilien im Haushalt thematisiert. Dazu gibt es einige Beispiele von Mode der sechziger bis achtziger Jahre, auch einbezogen Konfektionsprodukte aus der hiesigen Textilregion.

Das Fernsehgerät "Rubens" von 1956, die Nachgestaltung eines Wohnzimmers aus den sechziger Jahren mit dem Fernsehmusikschrank "CLUB" und der erste Farbfernseher "COLOR 20" von 1969 sind einige Exponate aus dem Wohnbereich. Eine kleine Kollektion von Radios und Heimelektronik rundet dieses Thema ab.

Foto-, Dia- und Heimkinoapparate beleuchten den Freizeitbereich. Haushaltsgeräte im Kontext Geschenke zur Jugendweihe oder Hochzeit, die Verpackungs- und Einkaufskultur sowie Versandhandel, HO und Konsum beleuchten die Konsumkultur in der DDR.

Ein besonderes Exponat stellt der Kipptrommelmischer "Achat 2" aus dem VEB Nickelhütte St. Egidien dar. Er ist ein regionales Beispiel für die seit Mitte der siebziger Jahre von oben verordnete Konsumgüterproduktion.

Die Ausstellung wird textlich begleitet von Informationen zur Wirtschafts-politik in der DDR. Die "sozialistische Planwirtschaft" war letztendlich zum Scheitern verurteilt.

 

"Ostereier aus aller Welt"
Die Ausstellung stammt aus der Sammlung von Frau Annelies Spitzner aus Auerbach.

 

Sie sammelt seit fast 10 Jahren Ostereier aus Deutschland und weltweit. Von anfänglich 70 Stück für den eigenen jährlichen Osterschmuck, ist die Sammlung auf über 1.000 Exemplare angewachsen. Davon werden ca. 650 in unserer Ausstellung zu sehen sein.

Neben traditionellem Ostereierschmuck und der eigenen Herstellung in verschiedenen neueren Bastel-techniken, bezieht Frau Spitzner Ostereier auf ihren Reisen, vor allem in die osteuropäischen Länder.

Als Vogtländerin entwickelt sie zur Zeit eine neue Kreation, das "vogtländische Ei". Hier werden in unterschiedlichen Techniken Motive der Plauener Spitze verwendet.

Von ihren Reisen und Begegnungen mit den Menschen, von denen sie Ostereier erhalten hat, kann Frau Spitzner viele Geschichten erzählen, die zur Eröffnung der Ausstellung am 1. April zu hören sein werden.

 

Träume aus Blech - Spielzeug von Generationen
Weihnachtsausstellung

Gezeigt wird Blechspielzeug wie Eisenbahnen, allerlei Fahrzeuge sowie Dampfmaschinen, Riesenrad und Raketenkarussell in Funktion aus der Zeit von ca. 1920 bis 1980, von privaten Leihgebern, aus dem eigenen Bestand und von anderen Museen.

Eine Besonderheit ist der Nachbau der elektrischen Überlandbahn Hohenstein-Ernstthal - Gersdorf- Lugau - Oelsnitz in Spur 0 durch die Firma Lehnhardt, Oberlungwitz.

Zu der funktionstüchtigen Modell-anlage wird anhand zahlreicher Fotos, von Originaldokumenten und Relikten, sowie der Vorführung eines Videos die Geschichte der von 1913 bis 1960 bestehenden Verkehrs-verbindung aufgezeigt.

Erstmals gezeigt wird ein mehr-teiliges Puppenhaus, entstanden in den Jahren ca. 1920 bis 1940. Das Puppenhaus ist eine Schenkung von Frau Maike Berger aus Hohenstein-E. an das Museum.



Die Weihnachtsausstellung ist mit Tannenbäumen bestückt, die von sechs Kindergarteneinrichtungen
aus Hohenstein-Ernstthal und Wüstenbrand mit selbst
gebasteltem Baumbehang geschmückt sind.

 

"Gewebte Bilder - Tradition sächsischer Webkunst"
 

Mit der Sonderausstellung geben wir dem Besucher einen Einblick in die Tradition der sächsischen Webkunst.

Hier werden Webbilder unterschied-lichster Art ausgestellt, wie Stadt- und Landschaftsdarstellungen, romantische Motive nach Ludwig Richter und Spitzweg, Tiermotive, Gebetsteppiche sowie Erzeug-nisse der Damast-, Frottier- und Bänderweberei.

 

100 Jahre VfL 05
Turnen  Fußball  Kegeln  Tennis

 

Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die Arbeit und die Aktivitäten des "Verein für Leibesübungen" seit seiner Gründung 1905 bis heute. Viele Fotos, spannende Spielberichte, Pokale und Urkunden würdigen mehrere Sportgenerationen der Turner, Kegler, Tennisspieler und Fußballer.

Höhepunkte und traurige Momente sowie die Arbeit mit der Jugend werden noch einmal aufgezeigt. Auf Video kann man wichtige Spielszenen vergangener Jahre ansehen. 

In der Zeit der Ausstellung besteht die Möglichkeit zur Ersteigerung verschie-dener original Fußballtrikots von Ingo Hertzsch, Hans Uwe Pilz und Alexander Tetzner.

Die Trikots hängen im Museum aus, wo auch Ihre Gebote bis 4. September 05 entgegen genommen werden.

Der Erlös aus dieser Versteigerung wird den Nachwuchssportlern des VfL 05 zur Verfügung gestellt.

 

Geschichte der Spielkarte
 

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte der Spielkarte von ihren Anfängen bis heute.

Die Ausstellungsstücke erinnern an das Handwerk der Spielkartenmacher und deren Drucktechniken. Dabei kommt ein großer Teil der historischen Stücke und Schautafeln aus der Sammlung des Spielkartenmuseums im Schloss Altenburg sowie von privaten Sammlern. Gleichzeitig soll die Ausstellung an das Spielen in der Familie erinnern.

Deshalb findet am 5. Dezember 2004 ein Spiele-Nachmittag und Spielkarten basteln für Kinder statt.

Am 11.12.04 startet um 10:00 Uhr ein großes Skatturnier um den Pokal des Textil- und Rennsportmuseums.

 

Erfolgsserie ZÜNDAPP 1917 bis 1984
 

Begleiten Sie uns durch eine Ausstellung, die möglich wurde durch die großzügige Unterstützung des Deutschen Technik Museums Berlin und ganz besonders durch die Anregung und umfangreiche inhaltliche sowie organisatorische Hilfe von Herrn Ulrich Kubisch.

Die Ausstellung "Erfolgsserie ZÜNDAPP" zusammengestellt aus dem reichen Berliner Fundus präsentiert sich heute erstmalig in den neuen Bundesländern - mitten im Herzen des Sächsischen Motorsports.

Auf diese Premiere im Textil- und Rennsportmuseum sind wir stolz. Zu sehen sind einmalige Exponate eines Abschnittes deutscher Zweiradgeschichte.

 

Unser Dank gilt auch den Sponsoren, die sich bereitwillig für die Umsetzung der Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

 

DDR Rückblicke - Gründung vor 55 Jahren
 

Die Ausstellung gibt einen Einblick in 4 Jahrzehnte DDR-Geschichte.

Anhand der gezeigten Gegenstände aus Haushalt, Freizeit, Sport und Schule, über die Konsumgüterproduktion bis zu politischen Informationen wird der Einblick in die gesellschaftliche Entwicklung der DDR mit ihren Widersprüchen, humorvoll gewürzt durch die damals gängigen Witze, gegeben.

Eine Umfangreiche Chronik dient besonders für jüngere Besucher als Leitfaden und Orientierung bei der Einordnung der Exponate.

 

Uhren und ihre Zeit
Uhrmacher Konrad Moscardini

 

Zeit kann man nicht sehen, nicht riechen und nicht berühren. Aber sie ist hörbar wenn die Uhren aus der Sammlung von K. Moscardini ticken.

Uhren aus der Zeit von ca. 1850 bis heute bestechen in Design, Material und vor allem durch ihr interessantes Innenleben.

Mit der Erfindung der Uhr im späten Mittelalter machte sich der Mensch von der Zeiteinteilung der Sonne unabhängig. Und heute???

Die Ausstellung präsentiert Exemplare von Taschen-, Armband-, Stand- oder Schiffsuhren, Wecker-, Wand- und Schmuckuhren, Exotische Zeitmesser und Werkzeuge des Uhrmachers, wie zum Beispiel eine Uhrmacherdrehmaschine mit Handschwungrad, wie sie Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet wurde.

 

Airbrush - Einblicke
Motive  Objekte  Techniken

 

Die Aussteller Sven Sonka und Martin Jahnecke geben einen Einblick in ihre Airbrush-Arbeiten.
Eine Technik, aber zwei unverwechsel-bare Handschriften.

So schmückt Sven Sonka, Jahrgang 1974, von Beruf Lackierer, mit seinen Motiven Gegenstände ganz unterschiedlicher Art, von Snowboards, Fahrrädern bis zu Motorrädern.

Martin Jahnecke, 21 Jahre, Student an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein zeigt aus seiner Bildermappe Arbeiten zu Mensch und Natur.

Zum internationalen Museumstag, am 16. Mai von 15 bis 16 Uhr stehen beide Künstler für Fragen zur Verfügung und werden die Technik dem interessierten Publikum vorführen.

 

Geschichte der Drucktechniken
 

Die Wiedereröffnung des Hauses nach dem Einbau einer neuen Heizung war zugleich mit der Präsentation einer neuen Sonderausstellung zur Geschichte der Drucktechniken verbunden.

Im Mittelpunkt steht eine kleine "Boston-Presse", die um 1920 bei einer Firma im sächsischen Kamenz entstand.

Hinzu kommen weitere Exponate wie z.B. Setzkästen mit verschiedenen Lettern, Bilddruckplatten, Winkelhaken, Walzen, Ahle oder Eckenrundmaschine aus den Beständen der Firma Oehme Druck.

Werbe- und Buchdrucke, Erläuterungen zu Drucktechniken, Papiere und Druck-folien verweisen auf die komplizierte Technik des Druckhandwerks.

Die Geschichte der Hohensteiner Druckerei begann übrigens um 1850. Die Firma Ringwerbung GmbH aus Lichtenstein gibt einen Einblick in die 4-Farb-Siebdrucktechnik und bietet gleichzeitig durch den aufgebauten Sieb-drucktisch die Möglichkeit zum Druckversuch für mutige Besucher.